Dokumente : Ökumenisches Patriarchat


Klerus-und-Laien-Konferenz 
des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel

27. November - 1. Dezember  2000

 "Die Gemeinde, Keimzelle des Lebens der Kirche:
Gelebte Wirklichkeit, zeitgenössische Orientierungen und Herausforderungen"

 A B S C H L U S S B E R I C H T

Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir  (Jo 17, 11) 

1.         Die Heilige und Große Kirche Christi, das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel,  berief in Konstantinopel, der Königin der Städte, vom 27. November bis zum 1. Dezember 2000 eine Große Konferenz der Geistlichen und Laien des Ökumenischen Patriarchats ein, zum Thema: "Die Gemeinde, Keimzelle des Lebens der Kirche: Gelebte Wirklichkeit, zeitgenössische Orientierungen und Herausforderungen". Die Konferenz wurde im Rahmen der Feierlichkeiten zum 2000jährigen Jubiläum der Geburt unseres Erlösers Jesus Christus organisiert. 

2.         Während der Arbeiten der Konferenz diskutierten die über siebenhundert Konferenzteilnehmer - Bischöfe, Priester, Diakone, Mönche, Nonnen und Laien - in Vertretung der Eparchien des Ökumenischen Thrones auf der ganzen Welt - im Geiste gegenseitigen Verständnisses Themen und Probleme der orthodoxen Gemeinden von heute. 

 3.        Die Konferenz erkannte sowohl die wachsende institutionelle Krise, als auch die subversiven, destruktiven Einflüsse der Säkularisierung auf das Pleroma der Kirche. Deshalb richtete sie ihr besonderes Hauptaugenmerk auf das grundlegende institutionelle Element des Zusammenhalts der Gemeinde. Dieses Interesse zielt zuallererst auf eine Neubewertung der bestehenden Struktur der Kirche, die in Gemeinden strukturiert ist, mit dem Ziel der Verbesserung und Aufwertung der interpersonalen Beziehungen der Gemeindemitglieder innerhalb des Mysteriums der Kirche. Weit davon entfernt, Ideen und Systeme imitieren zu wollen, die dem orthodoxen Erbe und der orthodoxen Tradition fremd sind, besprach die Konferenz Ideen und Verbesserungsvorschläge, um die Effizienz der Institution und der Gemeindearbeit zu stärken und weiter auszubauen. 

4.         Die Vortragenden der Konferenz haben durch gut ausgearbeitete Referate zunächst die theologischen Grundlagen der Gemeinde vorgestellt, in der das ideale Vorbild einer vollkommenen Organisation und Funktion der Gemeinde, die Kirche selbst als „Leib Christi“ ausdrückt. Dieser Bezug hat als Zentrum die eucharistische Einheit der einen Gemeinde unter dem einem Bischof oder unter den Presbytern, die in seinem Auftrag die Liturgie „nach dem Bilde Christi“ feiern. Der Gedanke der Ortskirche ihrerseits dient der pastoralen, heiligenden und administrativen diakonia der Kirche. In diesem diakonischen Dienst wird die Erfahrung der vorhandenen reichen Gemeindearbeit dargeboten, zusammen mit den vielen, wenn auch alternativen Angeboten der Ortskirchen, die alle darum bemüht sind, die Gläubigen spirituell zu unterstützen, ihnen sozial beizustehen  und hauptsächlich, die Gläubigen zu heiligen. 

5.         So kann diese Vielfalt als ein Raum von Ideen für ausgewählte Anwendungsmöglichkeiten, entsprechend der unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Gemeinden, dienen. Genauere Orientierungen hierzu wurden von Seiner Allheiligkeit, unserem Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus, wie folgt aufgezeigt: a) inbrünstigere Gläubige an die Gemeinden zu binden, ohne die weniger Treuen zu vernachlässigen; b) fremde Vorbilder zu vermeiden, Treue zur Tradition  im Blick auf die Liturgie und Anpassung an die Notwendigkeiten im Blick auf die zwischenmenschlichen Beziehungen; c) die Fürsorge für die Orthodoxen fremder Herkunft, mit gesteigertem Bemühen, die wachsende Zahl der konfessionsverschiedenen Ehen einzudämmen; und d) ein besonderes Augenmerk auf die Pflege und Unterstützung des geistigen Lebens. Zwar sind der Gemeinde als einer kultischen, eucharistischen und eschatologischen Gemeinschaft die Welt und die Probleme des heutigen Lebens nicht gleichgültig, aber sie sie ist sehr daran interessiert, ihre Glieder - durch die Gnade des Heiligen Geistes - zur unerschaffenen Wirklichkeit der Ewigkeit hin zu führen. 

6.         Von ganz großer Bedeutung waren auch die Erläuterungen der Begriffe „Enoria“ (Gemeinde) und „Koinotes“ (community), im Wissen um die Besonderheiten des Inhalts vor allem des Begriffs „Koinotes“, der trotz seines biblischen Ursprungs in bestimmten Fällen ungute Assoziationen erfahren hat. Abgesehen von den inhaltlichen Abweichungen setzt der Begriff „Koinotes“ innerhalb der ekklesiologischen und soziologischen Grenzen, auf jeden Fall die Existenz von Gemeinde voraus und wird in der orthodoxen Tradition als fast identisch mit ihm angesehen. Besonders die Zusammenunft am Pfingstfest repräsentiert die Gemeinde (Koinotes), die gleichzeitig als die erste „Apostolische Gemeinde“ (Enoria) der neu gegründeten Kirche angesehen werden kann. Diese Begriffsnähe lässt die Gemeinde heute als Institution dastehen,  die dazu berufen ist, in der heutigen Ausgestaltung der Orthodoxie eine immer stärkere Rolle zu spielen. Die neuen sozialen Horizonte der heutigen unpersönlichen Städte, sogar der bis gestern fast noch unberührten ländlichen Gebiete, können vielfach umgestaltet werden, wenn die Gemeinde von heute neue Modelle des Gemeindelebens und -wirkens innerhalb des heutigen post-industriellen und multikulturellen Horizonts sucht. 

7.         Sicherlich lässt der spirituelle Zustand der heutigen Gesellschaften keinen übertriebenen Optimismus zu, solange die Wertekrise und die negativen moralischen und sozialen Folgen für die ganze Menschheit gegeben sind. Die vielen weltweiten Probleme, die schwer zu lösen bzw. ungelöst sind,  beschweren und  bedrücken die menschliche Person, schaffen Ängste über die Zukunft der Gesellschaften und stellen unser emotionales Durchhaltevermögen, ja sogar den Glauben auf die Probe. Genau hier hat die Gemeinde ihren konkreten Platz als „Ortskirche“. Das Kirchengebäude der Gemeinde ist der zentrale Punkt des Zeugnisses, der Zufluchtsort und die Hoffnung auf eine Begegnung mit dem Hirten und den Brüdern. In der Kirche und in der Einheit in den Sakrementen wird das unsagbare Ereignis der göttlichen Epiphanie und gleichzeitig die Gemeinschaft der Personen geheimnisvoll gefeiert und erlebt. Dies bedeutet, dass die Gemeinde Gott als ihr Zentrum hat und die Diakonie die Heiligung des Menschen  als ihre Perspektive. Sie, die Gemeinde, dient und heiligt den Menschen durch die Taufe, die Göttliche Eucharistie, das Sakrament der Ehe und durch alle anderen Sakramente und gottesdienstliche Handlungen, und sie begleitet ihn letztendlich bei seinem Scheiden aus dieser Welt. Sie hält die Erinnerung an ihn wach und erfleht seine Gebete, wenn die Gnade Gottes das Leben, den Glauben und die Werke des dahingeschiedenen, von Gott auserwählten Gliedes, heiligt, und sie reiht ihn in die Gemeinschaft seiner Heiligen ein. 

8.         Diese sakramentale Existenz und eschatologische Dimension der Gemeinde ist unmittelbar verbunden mit der Person und der spirituellen Qualität des Priesters, der der Gemeindeversammlung immer im Namen des eigenen Ortsbischofs vorsteht. Der Priester ist der Liturg Jesu Christi, während die Gemeinde die Inkarnation der Kirche ist, die grundlegende eucharistische Keimzelle, ohne die die Kirche nicht existieren kann. Diese Verhältnisbestimmung beinhaltet vorrechte und Verpflichtungen. Den Gedanken eines Vorrechts müssen wir deshalb in dem Charisma der Priesterweihe suchen, die Verpflichtungen hingegen in der fortdauernden Fürsorge für die diakonia und die Heiligung der Gemeindemitglieder. An erster Stelle steht dabei die Feier der Göttlichen Eucharistie und die heiligen Gottesdiensthandlungen, die Anlässe für eine liturgische und persönliche Gemeinschaft zwischen Priester und Gläubigen sind. Diese Anlässe nutzt der Priester für die Lehre und den Dienst am Wort Gottes. Parallel dazu sollte er als guter Hirt den Problemen seiner Gemeindemitglieder gegenüber wachsam sein, ihnen im geistlichen Leben Orientierung geben und Sorge für alle im Geiste der Aufopferung und selbstlosen Liebe tragen. Der Priester ist Diener der Gnade Gottes, weshalb er nicht einfach als „Gehaltsempfänger“ angesehen werden darf. Diese Klarstellung ist notwendig, um die Vielzahl von Tugenden und spirituellen Besonderheiten zu betonen, die ihn schmücken sollten. Die Herde, die er weidet, gehört nicht ihm,  sie wurde ihm vom Herrn anvertraut (Jh 21,16). 

9.         An der Gemeindearbeit nimmt die gesamte Gemeinde teil: Laien, Männer und Frauen, die sich, obwohl sie ekklesiologisch und pastoral die Herde bilden, dennoch im Dienst der Kirche und als Glieder ihres lebendigen Leibes mit den ihnen gegebenen eigenen Charismen an der Diakonie des gesamten Leibes beteiligen. Besonders die Präsenz von Frauen im diakonischen Dienst der Kirche ist eine unbestreitbare Tatsache, was den Voraussetzungen der orthodoxen Theologie und Soteriologie entspricht. Am Anfang unseres Nachdenkens über dieses Thema steht die Person der Allheiligen Gottesgebärerin, durch die das Kapitel der göttlichen Ökonomie eröffnet und die Kluft,  die durch den Ungehorsam und den Sündenfall hervorgerufen wurde, überbrückt wurde. In der neuen Wirklichkeit wird die Frau Zeugin der Göttlichkeit Jesu und Predigerin der Auferstehungsbotschaft. Seitdem dient sie in der Katechese, der Erziehung, der Mission, dem Mönchtum, der Wohltätigkeit und der sozialen Fürsorge, der Kirchenmusik und in der Hymnendichtung, in der Hagiographie (Ikonenmalerei) und bei der Kirchengestaltung. Als Ehefrau eines Priesters und als Nonne hilft sie dem Priester bei seiner pastoralen Arbeit und sogar bei der spirituellen Führung der Gläubigen. Die Wiederbelebung der frühchristlichen Institution der Diakonissen, die in letzter Zeit wieder gewünscht wird, kann sehr helfen, die Gemeindearbeit voranzubringen. Zu diesem Thema berief das Ökumenische Patriarchat eine Inter-Orthodoxe Konferenz (Rhodos, 1988) ein, bei der die Rolle und die Art dieser kirchlichen Diakonia geklärt wurde. Der Wunsch zur Wiederbelebung dieser Institution hat mit der Frage der „Ordination“  der Frauen, wie sie von den anderen christlichen Kirchen und Konfessionen gestellt wird, überhaupt nichts zu tun. Was dies anbetrifft, so sind hierzu die Lehre und die Position der Orthodoxen Kirche deutlich und bekannt. 

10.       Speziellere Probleme, die  für jede Region und jede Nationalkirche verschieden sind, werden mit besonderer Aufmerksamkeit innerhalb der Grenzen der administrativen Verantwortung einer jeden Eparchie bewertet. Die Erfahrung mit Verwaltungsräten, Finanzen, Organisationen und Wohltätikeitsinstitutionen usw, hat gezeigt, dass der institutionelle Charakter der Räte zeitweise dem geistlichen Charakter vorgeordnet wird, der damit auf den zweiten Platz verwiesen wird. Die Fälle, in denen die Auswahl von Personen zu diesen Diensten auf ihren geistigen Qualitäten, kirchlichem Ethos und vor allen Dingen auf großem Verantwortungsbewußtsein gegenüber der Gemeinde beruht, sind Vorbilder,  bewährte Vorschläge sowie hoffnungsvolle Anzeichen für eine Neuorientierung. Die bekannten Formen von Kirchenräten, entsprechend der Begriffe „Enoria“ und „Koinotes“, können nicht autonom sein und voneinander getrennt existieren, da gemäß der ursprünglichen Feststellung, der authentische Ausdruck der Gemeinde mit der wahren Gemeinschaft der Gläubigen in der Kirche übereinstimmen muss. 

11.       In den Eparchien des Ökumenischen Thrones (des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel) weltweit ist das Zeugnis der Orthodoxie eine Verlängerung der Gemeindearbeit, wo die Gesamtheit der Griechen in der Fremde (Homogeneia) ihre Begegnung mit den empfangenden Ländern sucht. Sicherlich beeinflussen die verschiedlichen Lebensbedingungen die Existenz und das Leben der Gemeinden in unterschiedlicher Weise. Dennoch beziehen sich die laufenden Probleme auf den Gebrauch der Sprache, auf konfessionsverschiedene Ehen, auf die Krise der priesterlichen Berufungen und auf die Schwierigkeiten der Kommunikation der jüngeren Generationen mit der kirchlichen Sprache. In solchen Fällen unternehmen die Ortskirchen entsprechende Initiativen, wie z.B. die Übersetzung der liturgischen Texte, zweisprachige Gottesdienste oder - für eine richtige pastorale Unterstützung bei konfessionsverschiedenen Ehen - eine angemessene Vorbereitung der jungen Menschen. Um die Gemeinden mit neuen Priestern auszustatten, wurde in letzter Zeit der Versuch unternommen, junge Leute der zweiten, dritten und jeder weiteren Generation für den Priesterberuf zu stärken und zu ermutigen. Die Ortsbischöfe gründen weiterhin theologische Schulen, kirchliche Seminare, heilige Klöster und andere wohltätige Einrichtungen. Zugleich stärken sie auf mancherlei Art, durch erzieherische oder festliche Veranstaltungen, das örtliche Bewußtsein, immer in Bezug auf das Zentrum der Orthodoxie, das Ökumenische Patriarchat. 

12.       In diesem Sinne sind katechetisches Wirken und Erziehung von zentraler Bedeutung. Die Katechese und ihr ideeller Beitrag ist vor allen Dingen Diakonie der Kirche und Bestandteil der Gemeindearbeit. Katechese benutzt die Sprache, und die Kenntnis der griechischen Sprache ist eine Brücke für die Annäherung der Wahrheiten der Heiligen Schrift und der griechisch-orthodoxen Tradition, wie diese in den verschiedenen Ausdruckweisen der einen Orthodoxie unverändert bewahrt wird. Das große Vorrecht, dass die Heiligen Texte und der Schatz der patristischen Tradition in griechischer Sprache geschrieben worden sind, macht diese Sprache zu einem Instrument der Kommunikation, durch das wir, alle Orthodoxen auf der ganzen Welt, unabhängig von unserer Muttersprache, Rasse oder Wohnort, die eine Wahrheit des Glaubens kennen. So wird Katechese in der Gemeinde dann zu einem Werk der inneren Mission für alle Gemeindemitglieder - Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Alte und Behinderte und besonders für solche, die in unserem sozialen Gefüge ausgegrenzt sind -  umgeformt. In diesem Sinne ist die Katechese daran interessiert, zu informieren und die Gläubigen vor Häresien und antichristlichen Ideologien zu schützen. Wenn die Gemeinde sich bemüht, die Heilsbotschaft den der Kirche Fernstehenden zu verkünden, so wird sie gleichzeitig auch zum Zentrum der Außenmission. Die Gemeinde ist zugleich Ort des orthodoxen Zeugnisses im Dialog der Liebe, der Versöhnung und der Wahrheit mit den heterodoxen Brüdern. Der Katechet, Priester oder Laie, Mann oder Frau, nimmt somit eine zentrale Rolle bei der Evangeliumsverkündigung, der christlichen Erziehung, der moralischen Charakterbildung und vor allen Dingen bei der Annäherung der Gläubigen an den Herrn, ein: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ (Joh 14, 6). Die katechetische Arbeit, die in der Familie beginnt, „die Hauskirche“, ist demzufolge ein Werk der Verantwortung und Liebe, und setzt Glauben, Geduld, eifrige Mitarbeit und sakramentales Leben voraus, aber ebenso auch Wissen und eine facettenreiche, mehrdimensionale Vorbereitung und Zurüstung, weil all dies die Katecheten zu dem Geheimnis Gottes hinführt. 

13.       Dieses Geheimnis versucht die Gemeinde auch auf andere Weise jungen Leuten beizubringen. Es ist eine Bewegung nach außen, zur Begegnung mit dem Morgen der Geschichte, mit der Fortdauer der Kirche, mit der Ausweitung des Königreiches Gottes, zu einer dynamischeren Hoffnung der mühseligen Welt, wie z.B. der orthodoxen Jugend. Die orthodoxe Jugend selbst wünscht diese Begegnung. Die jungen Menschen von heute blicken mit besonderen Vertrauen auf die Kirche. Sie suchen nach Lösungen für die Sackgassen einer mechanisierten und technischen Zivilisation. Sie suchen die Überwindung der vielfältigen Tendenzen der Unmenschlichkeit und weiterhin suchen sie Antworten auf die Arroganz der Macht und auf die Überheblichkeit bestimmter wissenschaftlichen Errungenschaften. Bei ihren existentiellen Ängstem lassen sie eine äußerst große metaphysische Sensibilität erkennen und zeigen eine überraschende Aufnahmebereitschaft gegenüber dem Wort Gottes. Sie formulieren jedoch auch eigene Wünsche. Die geistigen Führer der Kirchen z.B. wünschen sie sich aufrichtig, rein, als wahre Vorbilder in Ethos, Stil und Lebensführung. Die Bereitschaft, die Jugendlichen in der Gemeinde zu akzeptieren, muss vom Kriterium der Liebe und des Respekts vor deren Freiheit geleitet sein und im Bemühen, deren authentischen Wünschen und jugendlichen, berechtigten Anliegen zu entsprechen. Gemeindezentren mit Büchereien, technologischer Ausstattung, kulturellen Angeboten, Sporteinrichtungen und Ähnlichem stellen einen guten Einstieg dar „für eucharistische Begegnung und für die Teilnahme am eucharistischen Tisch“. Unsere Jugend ist die Zukunft der Kirche. Deshalb muss es nicht als  Übertreibung angesehen werden, wenn die Jugendarbeit ein besonderer Schwerpunkt der Gemeindearbeit ist. 

14.       Alle oben genannten Überlegungen während der Arbeiten der Großen Geistlichen-Laien-Konferenz, wurden als Feststellungen, Orientierungen und Problematisierungen vorgetragen. Darüber hinaus ergaben sich bei der Konferenz vielfältige und gute Anlässe für persönliche Gemeinschaft unter den Konferenzteilnehmern. Die ständige Präsenz seiner Allheiligkeit, des Ökumenischen Patriarchen, bei allen Sitzungen der Konferenz unterstrich die Nähe des Hirten zu seiner Herde, in einem Dialog der Liebe und Verantwortung und trug zur Erfahrung der Einheit des Pleromas der Kirche bei. Deshalb danken wir von Herzen seiner Allheiligkeit, dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus und der Heiligen Synode für die Einberufung dieser Konferenz und ihre erfolgreiche Durchführung. 

15.       Wir preisen den dreifaltigen Gott für diese historische Zusammenkunft, für die Gedanken, Diskussionen und Erfahrungen, die dadurch angeregt wurden. Wir kehren in unsere Heimat zurück und behalten als wertvolle Mahnung die Worte des Hl. Ignatius, des Theophoros (Gottesträger), im Herzen: „Deshalb müsst auch ihr als auserwähltes Volk und heilige Nation alles in Eintracht mit Christus tun.“ (Brief an die Philadelphier 4, PG 5, 824) 

(Übersetzung aus dem griechischen Original von Dr. Athanasios Basdekis)


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