Orthodoxer Jugendbund

Satzung des Orthodoxen Jugendbundes Deutschland e.V.

Präambel

Aus der Einsicht in die Notwendigkeit, den in Deutschland lebenden jungen orthodoxen Christen die Möglichkeit, durch Begegnungen miteinander ihren Glauben zu stärken und ein lebendiges Zeugnis für die orthodoxe Kirche abzulegen, zu gewähren, wurde am 14.11.1998 zu Düsseldorf die Gründung des Orthodoxen Jugendbundes Deutschland beschlossen.

Der Orthodoxe Jugendbund Deutschland gibt sich die nachstehende Satzung:

§ 1 (Rechtsform)

Der Orthodoxe Jugendbund Deutschland (OJB) ist ein Verein, der nach erfolgter Eintragung ins Vereinsregister die Rechtsform eines eingetragenen Vereins (e. V.) hat.

§ 2 (Sitz des Vereins)

Der Sitz des OJB e.V. ist Düsseldorf.

§ 3 (Selbstverständnis und Ziele)

(1) Der OJB e.V. versteht sich als Vertretung der in Deutschland lebenden jungen Menschen orthodoxen Glaubens. Er ist eine religiöse, soziale und kulturelle orthodoxe Bewegung, die in der Kirche verwurzelt ist und in deren Mittelpunkt das geistliche Leben steht. Der OJB e.V. orientiert sich an der Heiligen Schrift, insbesondere dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus, den Überlieferungen der heiligen Kirchenväter und der gesamten Tradition der Orthodoxen Kirche.

(2) Das Ziel des OJB e.V. besteht darin, das religiöse, soziale und kulturelle Leben seiner Mitglieder zu fördern, damit diese ein lebendiges Zeugnis für den orthodoxen christlichen Glauben ablegen.

(3) Der OJB e. V. macht es sich zur Aufgabe, bei jungen orthodoxen Christen das Bewusstsein ihrer religiösen Identität zu stärken und zu fördern.

(4) Der OJB e.V. fördert das geistliche Leben seiner Mitglieder, damit sie ihren Platz in der Kirche und letztlich ihren Weg zu Gott finden.

(5) Der OJB e. V. beteiligt sich an der ökumenische Zusammenarbeit unter jungen Christen.

§ 4 (Aktivitäten des Vereins)

Die Aktivitäten des Vereins müssen den in § 3 dargestellten Ziele untergeordnet sein. Sie sollen nach Möglichkeit von jungen Mitgliedern selbstständig gestaltet werden. In Betracht kommen beispielsweise Gesprächsgruppen, Seminare, Wallfahrten, Jugendfreizeiten sowie soziale oder kulturelle Aktivitäten.

§ 5 (Organisation des Vereins)

Der Verein organisiert sich auf Bundesebene, auf regionaler Ebene und in den einzelnen Kirchengemeinden. Die zentralen Organe auf Bundesebene sind der Vorstand und die Mitgliederversammlung. Auf regionaler Ebene werden Regionalräte gewählt.

§ 6 (Mitgliederversammlung)

(1) Die Mitgliederversammlung findet mindestens einmal jährlich statt. Sie wird vom Vorstand einberufen, der hierzu alle Mitglieder vier Wochen vorher schriftlich einzuladen hat. Alle Anwesenden Mitglieder haben gleiches Stimmrecht.

(2) Bei der Beschlussfassung entscheidet, soweit in dieser Satzung nichts anderes bestimmt ist, die einfache Mehrheit der anwesenden Mitglieder, bei Stimmengleichheit die Stimme des Vorsitzenden. Über die Art der Abstimmung entscheidet der Vorstand.

(3) Zur Mitgliederversammlung haben ausschließlich Mitglieder Zutritt, sofern der Vorstand im Ausnahmefall nichts anderes beschließt.

§ 7 (Regionen)

Das Wirkungsgebiet des Vereins gliedert sich in folgende Regionen:

1. Die Region Nord besteht aus den Gebieten der Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen.

2. Die Region West besteht aus dem Gebiet des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen.

3. Die Region Mitte besteht aus den Gebieten der Bundesländer Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen.

4. Die Region Ost besteht aus den Gebieten der Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt und Sachsen.

5. Die Region Süd besteht aus den Gebieten der Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern.

§ 8 (Regionalräte)

(1) Die Vereinsmitglieder aus einer jeden Region wählen jeweils einen Regionalrat, der aus fünf Personen besteht. Diese müssen ihren Wohnsitz in der Region haben und dürfen nicht dem Vorstand angehören.

(2) Jeder Regionalrat wählt einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter. Die

Vorsitzenden und Stellvertreter aller Regionalräte bilden zusammen den Beirat des OJB.

(3) Die Regionalräte sind für die Öffentlichkeitsarbeit in ihrer Region zuständig und koordinieren die regionalen Aktivitäten des Vereins. Sie können Regionalversammlungen veranstalten.

(4) Die Regionalräte sind auf Verlangen des Vorstandes verpflichtet, diesem über ihre Tätigkeit Bericht zu erstatten und Rechenschaft zu legen. Sie müssen Weisungen des Vorstandes befolgen.

§ 9 (Vorstand)

(1) Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von drei Jahren gewählt. Wiederwahl ist zulässig. Der Vorstand setzt sich zusammen aus dem Vorsitzenden, seinem Vertreter, dem Kassenwart und dem Generalsekretär, die das 18. Lebensjahr vollendet haben müssen und nach Möglichkeit unterschiedlichen in Deutschland ansässigen kanonischen orthodoxen Bistümern angehören sollen, sowie einem Vertreter der Kommission der Orthodoxen Kirche in Deutschland (KOKiD).

(2) Der Vorstand wählt den Vorsitzenden des Vereins. Der Vorsitzende des OJB e.V. zeigt seine Wahl unverzüglich dem Vorstand der Kommission der Orthodoxen Kirche in Deutschland/ Verband der Diözesen (KOKiD) an.

Dieser kann innerhalb eines Monats nach Eingang der Mitteilung schriftlich ein begründetes Veto gegen die Wahl einlegen. Erfolgt kein solches Veto, so gilt die Wahl als bestätigt. Im Falle eines Vetos von Seiten des Vorstandes der KOKiD wählt der Vorstand des OJB e.V. auf einer unverzüglich einberufenen Sitzung einen neuen Vorsitzenden.

(3) Die KOKiD ernennt ihrerseits einen Vertreter im Vorstand des OJB e.V. Dieser ist ein stimmberechtigtes Mitglied des Vorstandes und nimmt zugleich die Aufgabe des Referenten für Jugendarbeit in der KOKiD wahr. Gegen diese Ernennung kann der Vorstand des OJB e.V. schriftlich innerhalb eines Monats einen begründeten Einspruch einlegen.

(4) Der Vorsitzende des OJB e.V. oder ein anderes von ihm bestimmtes Mitglied des Vorstandes gilt zugleich als Vorsitzender eines ständigen Ausschusses der KOKiD im Sinne von § 8 der Satzung der KOKiD und nimmt von daher an den Sitzungen der Delegiertenversammlung mit beratender Stimme teil.

§ 10 (Aufgaben des Vorstandes)

Der Vorstand koordiniert die Aktivitäten des Vereins, verwaltet dessen Vermögen und informiert die Mitglieder über alle Angelegenheiten des Vereins.

Der Vorsitzende vertritt den OJB e.V. in allen gerichtlichen und außergerichtlichen Angelegenheiten.

§ 11 (Sitzungen des Vorstandes)

Der Vorstand versammelt sich regelmäßig zu einer Sitzung. Der Vorsitzende lädt dazu ein. Die Mitglieder des Vorstandes sind zur Teilnahme verpflichtet. Bei Verhinderung müssen sie den Vorsitzenden unter Angabe der Gründe vorher verständigen. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Vorstandsmitglieder anwesend sind. Der Vorstand kann die Mitglieder des Beirates zu den Sitzungen einladen. Diese nehmen an den entsprechenden Sitzungen des Vorstandes mit beratender Stimme teil.

§ 12 (Voraussetzungen der Mitgliedschaft)

(1) Mitglieder des OJB e.V. können werden:

1. natürliche Personen orthodoxen Glaubens, die das 14. Lebensjahr vollendet haben,

2. juristische Personen, die satzungsmäßig die Belange der orthodoxen Kirche fördern, sofern sie in Deutschland ihren Sitz haben und ihre gesetzlichen Vertreter orthodoxen Glaubens sind.

(2) Orthodoxen Glaubens im Sinne dieser Satzung ist nur, wer einer allgemein als kanonisch anerkannten orthodoxen Kirche angehört.

§ 13 (Erwerb der Mitgliedschaft)

Die Mitgliedschaft wird erworben, indem der Vorstand einem schriftlichen Antrag zustimmt, in welchem die Mitgliedschaft beantragt wird.

§ 14 (Mitgliedsbeitrag)

Es ist ein Mitgliedsbeitrag zu entrichten, dessen Höhe vom Vorstand bestimmt wird. Er wird erstmals bei Erwerb der Mitgliedschaft fällig, danach am 5.1. eines jeden Jahres.

§ 15 (Ende der Mitgliedschaft)

Die Mitgliedschaft endet

1. durch Tod, bei juristischen Personen durch Auflösung und Löschung im Register,

2. durch Austritt,

3. durch Ausschluss

§ 16 (Austritt)

(1) Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung und ist vom Vorstand zu bestätigen.

(2) Die Rechte und Pflichten aus der Mitgliedschaft erlöschen, sobald die Austrittserklärung dem Vorstand zugeht.

§ 17 (Ausschluss)

(1) Der Ausschluss aus dem Verein erfolgt:

1. wenn ein Mitglied sich offenkundig in nicht unerheblicher Weise gegen Ziele und Zwecke des Vereins verfehlt,

2. wenn ein Mitglied dem Verein oder dessen Ansehen in der Öffentlichkeit Schaden zufügt,

3. wenn ein Mitglied nach wiederholter Mahnung seinen Mitgliedsbeitrag nicht leistet,

4. wenn die Voraussetzungen für die Mitgliedschaft gemäß § 12 dieser Satzung nicht oder nicht mehr vorliegen.

(2) Über den Ausschluss berät und entscheidet der Vorstand. Das betroffene Mitglied hat das Recht, zu der Angelegenheit Stellung zu nehmen und persönlich angehört zu werden.

§ 18 (Ehrenamtlichkeit der Mitarbeit)

(1) Die gesamte Arbeit für den Verein ist ehrenamtlich.

(2) Aufwendungen der Vorstandsmitglieder für die Vereinsarbeit werden erstattet.

Die Aufwendungen müssen nachgewiesen werden.

§ 19 (Änderungen der Satzung)

Über Änderungen der Satzung entscheidet die Mitgliederversammlung. Zu einem

Beschluss, der eine Änderung der Satzung enthält, ist eine Mehrheit von drei Vierteln der erschienenen Mitglieder erforderlich.

§ 20 (Anfall des Vereinsvermögens bei Auflösung)

Im Falle der Auflösung des Vereins fällt das Vereinsvermögen an den Förderverein für die Kommission der Orthodoxen Kirche in Deutschland e.V.

§ 21 (Salvatorische Klausel)

Sollten einzelne Bestimmungen dieser Satzung unwirksam sein oder werden, so wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen dadurch nicht berührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine wirksame zu ersetzen, welche dem angestrebten Zweck möglichst nahe kommt.

Verabschiedet bei der Sitzung des OJB am 13. März 1999 in Köln.


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