Kommission: Berichte

Orthodoxer Religionsunterricht für alle orthodoxen Kinder

Münster - Die in der Kommission der Orthodoxen Kirchen in Deutschland zusammengeschlossenen kanonischen orthodoxen Bischöfe in Deutschland haben Ende Dezember 1996 eine gemeinsame Erklärung zum orthodoxen Religionsunterricht unterzeichnet. Darin heißt es: "Der orthodoxe Religionsunterricht soll grundsätzlich allen orthodoxen Schülerinnen und Schülern offenstehen und von Lehrerinnen und Lehrern erteilt werden, die einer der Mitgliedskirchen der Kommission angehören." Dabei soll die kirchliche Mitwirkung bei allen den orthodoxen Religionsunterricht betreffenden Frage - wie bislang schon für das Fach Griechisch-Orthodoxe Religionslehre in Nordrhein-Westfalen - generell von der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland wahrgenommen werden. Bis zur Gründung einer orthodoxen Bischofskonferenz erfolgt die interne Konsensbildung zu allen Fragen des Unterrichtes auf der Ebene der Kommission, deren Vorsitzender, Prof.Dr.Dr. Anastasios Kallis, ermächtigt wird, die zuständigen Ministerien der Länder der Bundesrepublik Deutschland von der Erklärung der Bischöfe in Kenntnis zu setzen und die erforderlichen Verhandlungen zu führen. Die im Lande Nordrhein-Westfalen schon geltenden bzw. erarbeiteten Lehrpläne für den orthodoxen Religionsunterricht behalten ihre Gültigkeit, denn - so stellen die Bischöfe heraus - "die Bezeichnung des Faches Griechisch-Orthodoxe Religionslehre in den Lehrplänen ist nicht im Sinne der Zugehörigkeit zu einer Nation, sondern Kulturtradition zu verstehen".


Ständige Informationen zur Tätigkeit der Kommission finden Sie im Informationsdienst Orthodoxie aktuell.


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