Kommission: Berichte

10. Delegiertenversammlung der KOKiD

Düsseldorf - Am 14. November 1998 fand im Gemeindezentrum der Griechischen Orthodoxen Kirche des hl. Andreas in Düsseldorf die 10. Delegiertenversammlung der Kommission der Orthodoxen Kirche in Deutschland statt. Dabei machten sich die Delegationen der verschiedenen Bistümer Deutschlands, die teilweise von den Diözesanbischöfen geleitet wurden, zuerst mit der seit Juni 1998 existierenden Website der Kommission vertraut. In seinem anschließenden Bericht erläuterte der Vorsitzende, wie die Kommission in zunehmendem Maße in der deutschen Öffentlichkeit als gemeinsame Vertretung der Orthodoxen Kirche in diesem Lande wirken konnte. So wurden den zuständigen Schul- bzw. Kultusministerien in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Bayern die Verhandlungen zur Einführung bzw. zum Ausbau des orthodoxen Religionsunterrichtes weitergeführt. Auch in Rheinland-Pfalz sind erste Vorgespräche mit dem dortigen Kultusministerium von Pfr. Johannes Nothhaas (Mainz) geführt worden. - Die Übertragungen orthodoxer Gottesdienste im Zweiten Deutschen Fernsehen sind inzwischen in Folge eines am 19. März 1998 zwischen dem Geschäftsführer der Kommission und den Kirchenredaktionen des ZDF in Mainz geführten Gespräches durch Zusagen des Intendanten bzw. der Programmdirektion des Senders abgesichert: In Zukunft wird stets am ersten Sonntag im Mai ein orthodoxer Gottesdienst übertragen werden, wobei das Jahr 2000 wegen der durchgängigen thematischen Ausrichtung der Gottesdienstübertragungen des ZDF eine Ausnahme darstellen muß und von daher die orthodoxe Gottesdienstübertragung in diesem Jahr am 30. Januar 2000 aus der Kirche des hl. Andreas in Düsseldorf erfolgen wird. - Der Vorsitzende konstatierte allgemein eine große Offenheit und Bereitschaft zur Berücksichtigung der Orthodoxen Kirche und ihrer Anliegen bei staatlichen und öffentlich-rechtlichen Stellen und zur Zusammenarbeit mit der Kommission, mußte allerdings mit konkreten Beispielen auch berichten, daß diese Haltung von den beiden großen Kirchen Deutschlands nicht stets in gleichem Maße gezeigt wird. - Im Hinblick auf eine gemeinsame Vertretung der Orthodoxen Kirche in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen e.V beschloß die Delegiertenversammlung einstimmig, einer solchen gemeinsamen Vertretung der orthodoxen Bistümer in der Bundes-ACK zuzustimmen und den Vorsitzenden der KOKiD zu beauftragen, Verhandlungen mit der ACK zu führen, um gegebenenfalls den Antrag auf Mitgliedschaft der Orthodoxen Kirche in Deutschland zu stellen. Die zukünftigen Delegierten und deren Stellvertreter werden dann von der KOKiD nach Absprache mit den Diözesanbischöfen ernannt werden. - Um die Einheit der Orthodoxie und die Stellung der Kommission als des Dachverbandes aller Diözesen auch in der Satzung und der Benennung der Kommission deutlicher als bisher zum Ausdruck zu bringen, billigte die Delegiertenversammlung einstimmig einen entsprechend angepaßten Satzungsentwurf. Somit lautet der Name der KOKiD nun vollständig: "Kommission der Orthodoxen Kirche in Deutschland - Verband der orthodoxen Diözesen". - Weitere Beratungspunkte der Delegiertenversammlung waren Vorschläge für diverse Veranstaltungen der Orthodoxen Kirche in Deutschland im Jahre 2000 sowie des Etats für 1999.


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